Fabelrunde im Finale: Ulenaers triumphiert in Ägypten
Red Sea Ain Sokhna Open 2026
Kristof Ulenaers glänzt mit einer 62 (-10) am Finaltag der Red Sea Ain Sokhna Open und sichert sich bei besten Bedingungen im Ain Sokhna Golf Club seinen ersten Titelgewinn auf der Pro Golf Tour.
Ain Suchna, Ägypten – Kristof Ulenaers glänzt mit einer 62 (-10) am Finaltag der Red Sea Ain Sokhna Open und sichert sich bei besten Bedingungen im Ain Sokhna Golf Club seinen ersten Titelgewinn auf der Pro Golf Tour. Mit einem Gesamtergebnis von 16 unter Par hat er am Ende fünf Schläge Vorsprung auf den Esten Ken-Marten Soo und den Schweizer Mauro Gilardi (beide -11).
Pünktlich zum Auftakt des 90. Masters Tournaments in Augusta legte der Belgier Kristof Ulenaers bei der Red Sea Ain Sokhna Open 2026 seine ganz persönliche Major-Performance hin. Am Finaltag des dritten Events dieser Saison spielte sich der 27-Jährige in einen Rausch, notierte acht Birdies auf seinen Back Nine und stellte mit einer 62 (-10) den Platzrekord im Ain Sokhna Golf Club ein. Damit stürmte er souverän zu seinem ersten Titel auf der Pro Golf Tour. Die Konkurrenz, bestehend aus dem Esten Ken-Marten Soo und dem Schweizer Mauro Gilardi, musste sich am Ende mit dem geteilten zweiten Rang, fünf Schläge hinter Ulenaers, zufriedengeben.
Schwerer Schicksalsschlag
Zwischenzeitlich war dabei gar nicht sicher, ob Ulenaers überhaupt nach Ägypten reisen würde. Seine Mutter war zwei Wochen vor Turnierbeginn verstorben, weshalb dieser Erfolg besonders emotional war. „Sie war heute bei mir“, erklärte der Sieger nach seiner Fabelrunde. „Sie hat mir dabei geholfen. Deshalb bin ich gleichzeitig sehr glücklich und traurig.“ Gleichzeitig führte dieser Schicksalsschlag dazu, dass Ulenaers ohne große Erwartungen antrat. „Ich glaube, ich sehe, was passiert, wenn ich mich selbst aus dem Weg nehme und die Dinge laufen lasse.“
Die Finalrunde sprach für sich. Ulenaers ging mit fünf Schlägen Rückstand auf das Führungsduo, bestehend aus Soo und Gilardi, in den dritten Tag und schaute nach neun Löchern das erste und einzige Mal auf das Leaderboard. „Ich lag drei Schläge zurück und habe angefangen, in Bestform zu spielen. Alles lief wie am Schnürchen. Mental war ich sehr stabil.“ Das Ergebnis war eine Runde, die Ulenaers zu den drei besten seines Lebens zählen würde. Diese Leistung hatte er auch Performance-Coach Karl Morris zu verdanken, mit dem er zuletzt viel an seinem mentalen Zustand gearbeitet hatte. „Wenn ich mich nur auf meine Routine konzentriere, verschwindet alles andere und ich gehe einfach Schlag für Schlag vor.“
Erster Sieg seit fünf Jahren
Auch wenn der Gewinn der Red Sea Ain Sokhna Open Ulenaers erster Triumph auf der Pro Golf Tour war, kannte er das Gefühl eines Profisiegs bereits. 2021 hatte er im Alter von 22 Jahren auf der HotelPlanner Tour gewonnen. Sein bedächtig aufgebauter Karriereplan wurde über den Haufen geworfen und mit den anschließend gestiegenen Erwartungen kam er nur schwer zurecht. „Seit dem Sieg durchlief ich ein Wechselbad der Gefühle. Es kam viel auf mich zu: Sponsoren, Manager. In diesen Jahren fiel es mir schwer, meine Erwartungen herunterzuschrauben, weil ich immer versuchte, an diesen Sieg anzuknüpfen. Alle anderen erwarteten das ebenfalls von mir.“ Seit dem vergangenen Jahr fühlt sich Ulenaers wieder stabiler und möchte seine Karriere vorantreiben. Dieser Erfolg in Ägypten war ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Passend zur sportlichen Glanzleistung spielte auch das Wetter die gesamte Woche über in Ain Suchna mit. Wie Ulenaers anmerkte, war das Wetter „sehr schön. Der Platz war toll, ebenso wie das Hotel, die Leute und das Essen.“ Pünktlich zu den beiden aufeinanderfolgenden Turnieren präsentiert sich die Anlage des Ain Sokhna Golf Clubs einmal mehr von ihrer besten Seite und bietet den Spielern ideale Rahmenbedingungen, um ihr bestes Golf zu zeigen.
Die Red Sea Ain Sokhna Open war Teil der vom ägyptischen Golfverband ausgetragenen Egypt Golf Series und das erste von zwei Events der Pro Golf Tour im Ain Sokhna Golf Club. Bereits vom 12. bis 14. April geht es mit der Red Sea Egyptian Classic weiter.
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