Gegen den Rat des Arztes: Ulenaers mit Comeback-Sieg
The Iron Duke Belgian Open 2026
Kristof Ulenaers gewinnt die The Iron Duke Belgian Open 2026 nur kurze Zeit nach einer Blinddarmoperation. Der Belgier setzt sich nach einer 69 im Finale und einem Gesamtergebnis von -13 mit einem Schlag Vorsprung auf seinen Landsmann Nathan Cossement und Velten Meyer (Deutschland) durch.
Wäre es nach dem behandelnden Arzt gegangen, hätte Kristof Ulenaers auf seinen Start bei der The Iron Duke Belgian Open 2026 eher verzichten sollen. Der 28-Jährige hatte sich kürzlich einer Notoperation am Blinddarm unterziehen müssen und konnte lange weder laufen noch Bälle schlagen. Erst wenige Tage vor dem Heimspiel im Golf Club d’Hulencourt entschied sich der Belgier für einen Start.
„Meinen ersten Driver habe ich erst drei Tage vor dem Turnier geschlagen“, schmunzelte der Turniersieger, der 2021 mit seinem Sieg bei der Challenge de Cádiz auf der Challenge Tour seinen bislang größten Triumph feiern konnte. „Aber ich musste einfach spielen. Ich hatte das Gefühl, dass mein Spiel in den vergangenen Wochen gut gewesen war. Ich mag diesen Platz und wollte unbedingt dabei sein.“
Zweiter Sieg in der laufenden Saison
Ohne die ganz großen Erwartungen an die eigene Leistung knüpfte der 28-Jährige an die Form an, die ihn in diesem Jahr bereits zum Sieg bei der Red Sea Ain Sokhna Open und zu zahlreichen weiteren Top-Platzierungen geführt hatte. Nach 68 und 66 Schlägen war er als Führender in das Finale gestartet und überzeugte mit konstantem und zunächst fehlerfreiem Golf. Dass der ehemalige College-Golfer der University of North Texas dennoch kurzzeitig die Spitzenposition abgeben musste, lag vor allem an den Leistungen von Velten Meyer (64) und Nathan Cossement (66), die mit zahlreichen Birdies zwischenzeitlich vorbeiziehen konnten.
Doch während Ulenaers bis auf ein Bogey auf der 17 stabil blieb, stoppten späte Schlagverluste den Lauf der direkten Konkurrenz – und ebneten den Weg zum unerwarteten Triumph. „Natürlich wollte ich gut spielen. Aber jetzt zu gewinnen, ist schon eine große Erleichterung – auch mit Blick auf die Saisonwertung und die nächsten beiden Turniere“, erklärte er. „Die vielen Birdies von Velten und Nathan haben mich natürlich nicht gerade beruhigt. Aber ich wusste, dass ich auf mich schauen muss. Also habe ich einfach versucht, weiterzumachen.“
Ein spezieller Dank gilt einerseits der Fédération Royale Belge de Golf sowie andererseits den Verantwortlichen und den vielen helfenden Händen im Golf Club d’Hulencourt. Die 18 Löcher des „Le Vallon“ hinterließen bei Spielern und Zuschauern einmal mehr einen bleibenden Eindruck. Zuvor hatte der Club in diesem Sommer bereits die Hulencourt Women's Open der Ladies European Tour und die First Stage der Q-School zur DP World Tour ausgetragen. Ende September wird der Platz erstmals zur Bühne für das Hulencourt Masters Pro Golf Tour Grand Final.
The Iron Duke Belgian Open 2026: Endergebnis
Pro Golf Tour 2026: Order of Merit
Begeistert zeigte sich auch Ulenaers: „Ich liebe den Platz. Das Driving ist auf diesem Platz sehr wichtig. Wenn du den Ball lang und gerade schlägst, verschaffst du dir einen großen Vorteil. Für mich ist er einer der besten Plätze Belgiens, wenn nicht sogar der beste. Er trennt die guten Ballstriker von den weniger guten und hat wahrscheinlich die schnellsten Grüns der gesamten Saison.“
Mit seinem zweiten Saisonsieg verbessert Ulenaers seine Ausgangslage im Kampf um die Aufstiegsplätze der Pro Golf Tour deutlich und klettert auf Rang zwei der Order of Merit. Dario Antonisse aus den Niederlanden führt die Saisonwertung vor dem entscheidenden Endspurt an. Auf den weiteren Aufstiegsplätzen folgen aktuell Philipp Macionga (Deutschland), der Schweizer Mauro Gilardi und Max Schmitt (Deutschland).
Nach nur wenigen Tagen Verschnaufpause geht es für die Asse der Pro Golf Tour ab dem 15. September bei der Russo Open @ Cleydael weiter, ehe vom 29. September bis 1. Oktober das Hulencourt Masters Pro Golf Tour Grand Final auf dem Programm steht.