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Nervenstark zur Titelpremiere: Schiergen holt ersten Profisieg

Mono Gelpenberg Open 2026

Laurenz Schiergen sichert sich bei der Mono Gelpenberg Open 2026 seinen ersten Titel auf der Pro Golf Tour. Der Deutsche setzt sich in einem spannenden Finale mit einem Schlag Vorsprung vor Landsmann Philipp Macionga durch. Platz drei teilen sich Max Schmitt, Frederik Eisenbeis (beide Deutschland) sowie der Belgier Ryan Lundh und Nevill Ruiter aus den Niederlanden.


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Dass zwei Deutsche den Titel bei der Mono Gelpenberg Open 2026 unter sich ausmachen würden, wurde im Verlauf der Finalrunde immer deutlicher. Philipp Macionga und Laurenz Schiergen konnten sich in der entscheidenden Phase im malerischen Drentse Golfclub De Gelpenberg vom restlichen Feld distanzieren – und lieferten sich ein packendes Duell um den Titel, das bis zum letzten Schlag spannend blieb.

Macionga, der in der vorletzten Gruppe unterwegs war, konnte mit einer 67 sein Gesamtergebnis zunächst auf -13 verbessern und hielt für einen Moment die Führung im Clubhaus. Doch Schiergen behielt die Nerven und erkämpfte sich auf der 18 das siegbringende Par. Nach einer finalen 66 mit vier Birdies auf den zweiten Neun kam er bei insgesamt 14 unter Par und mit einem Schlag Vorsprung ins Ziel.

Spannender als erwartet
„Als ich auf dem Fairway der 18. Bahn stand, wusste ich, dass ich den Ball nur aufs Grün bringen muss und zwei Putts dann reichen“, schilderte der 25-Jährige, der für die University of Houston College-Golf spielte, die entscheidenden Momente. „Dann habe ich es etwas spannender gemacht als erhofft.“ Seine Annäherung geriet kürzer als geplant, was den Weg zum ersehnten Par noch einmal erschwerte. Doch Schiergen blieb nervenstark, brachte den Ball mit zwei Putts sicher im Loch unter und freute sich über seine Titelpremiere auf der Pro Golf Tour.

Mono Gelpenberg Open 2026: Endergebnis
Pro Golf Tour 2026: Order of Merit

„Es fühlt sich wirklich super an“, freute sich der Turniersieger. „Gerade bin ich noch etwas sprachlos. Man macht sich natürlich Gedanken dahingehend, aber wenn es dann so weit ist, ist es doch noch mal etwas anderes. Vor allem, weil ich mit der bisherigen Saison sehr unzufrieden war. Mein letzter Sieg ist lange her, deshalb versuche ich jetzt umso mehr, das Ganze zu genießen.“

Bereits in der vergangenen Woche deutete sich mit einem geteilten neunten Platz bei der Staan Open an, dass es mit der Form nach zuvor vielen verpassten Cuts in die gewünschte Richtung ging. „Ich glaube, das ganze Jahr habe ich zu viel versucht, darüber nachzudenken, wie ich Golf spielen soll, anstatt einfach rauszugehen und Golf zu spielen“, analysierte der Playing Pro vom GC Hösel. „Nach dem Turnier in der Schweiz habe ich die Pause genutzt, um einfach nur Golf spielen zu gehen. Klar habe ich auf der Range am Schwung gearbeitet, aber sobald ich auf dem Golfplatz war, habe ich einfach nur Golf gespielt. Das scheint sich ausgezahlt zu haben.“

In der Order of Merit geht es für Schiergen auf den 20. Rang nach vorne. In Führung bleibt Dario Antonisse (Niederlande), Philipp Macionga klettert auf Rang zwei. Die Top fünf komplettieren Mauro Gilardi (Schweiz), Kristof Ulenaers (Belgien) und Nicolas Horder (Deutschland).

Einer der besten Plätze des Jahres
Lobende Worte fand der zweimalige Deutsche Meister der AK 18 auch für den Austragungsort. „Der Platz ist für mich einer der besten des Jahres. Neun Löcher gehen hauptsächlich durch den Wald, dann wird es offener. Und auch wenn es jetzt viel geregnet hat, war der Platz trotzdem in einem hervorragenden Zustand.“

Dass die Mono Gelpenberg Open 2026 auch unter wetterbedingt erschwerten Umständen zu einem besonderen Erlebnis für Spieler, Fans und Beteiligte wurde, daran hatten vor allem die zahlreichen helfenden Hände einen entscheidenden Anteil. Das Team um Clubmanager Fopke Drijfholt sorgte gemeinsam mit mehr als 60 Volunteers während der Turniertage für einen reibungslosen Ablauf. Trotz der intensiven Regenschauer, die zu zwei Unterbrechungen geführt hatten, präsentierte sich der Platz in einem außerordentlich guten Zustand. Das lag vor allem an der beeindruckenden Arbeit des Greenkeeper-Teams, das bereits um 4 Uhr morgens mit den Vorbereitungen auf dem Platz begann. Ein besonderer Dank geht an MONO, eine Initiative für mehr Aufmerksamkeit und weniger Ablenkung im Straßenverkehr, die sich 2026 bereits zum dritten Mal als Titelsponsor des Turniers engagiert.

Kommende Woche steht mit der Stippelberg Open 2026 im Golfbaan Stippelberg (25. bis 27. August) die dritte und letzte Station des Dutch Swing auf dem Programm. Im vierten Jahr in Folge geht es für die Asse der Pro Golf Tour bei den drei Turnieren in den Niederlanden um einen Startplatz bei der KLM Open (DP World Tour) in der kommenden Saison, den sich der Gewinner der Sonderwertung sichert.