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Bogeyfrei zum Debüt-Titel: Meyer findet zu alter Stärke zurück

Pro Golf Tour Océan

Mit zwölf Birdies, einem Eagle und insgesamt 54 Löchern ohne Bogey gewinnt Velten Meyer die Pro Golf Tour Océan 2026 im Océan Golf Club. Er erreicht ein Gesamtergebnis von 14 unter Par und verweist den Belgier Maxime Palenik (-11) sowie den Franzosen Claude Churchward (-10) auf die Plätze zwei und drei.


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Agadir, Marokko – Drei Schläge Vorsprung – aber am Ende war es definitiv kein Spaziergang: Velten Meyer musste bei der Pro Golf Tour Océan 2026 hart für seinen ersten Tour-Titel arbeiten. Am Finaltag absolvierte der Deutsche 33 Löcher im Océan Golf Club bis er schließlich erleichtert die Trophäe in den Händen halten konnte. „Ich bin ziemlich erschöpft, aber insgesamt sehr glücklich“, lautete Meyers erste Reaktion auf den Sieg vor dem Belgier Maxime Palenik, der mit drei Schlägen Rückstand Zweiter wurde. Runde zwei des zweiten Turniers des Marokko-Swings musste am Freitag wegen zu starker Windböen frühzeitig abgebrochen werden. Meyer gehörte zu den Spielern, die am dritten Tag somit etwas mehr Golf als gewöhnlich spielen mussten.

„Bogeyfrei zu bleiben, ist natürlich stark“
Die Voraussetzung für Meyers ersten Erfolg auf der Pro Golf Tour war seine Konstanz. Trotz der teils sehr schwierigen Bedingungen in Agadir blieb der 31-Jährige über die gesamten 54 Löcher bogeyfrei. „Mein Ballstriking war über die Woche hinweg sehr stabil“, sagte Meyer nach einer Runde von 65 und zwei Runden von je 67 Schlägen. „Ich habe tatsächlich nicht besonders gut geputtet, auch wenn sich das vielleicht komisch anhört. Mein Kurzspiel war dafür sehr gut, wenn ich es gebraucht habe. Insgesamt bogeyfrei zu bleiben, ist natürlich stark.“ Die Leistung ist umso höher einzuordnen, wenn man bedenkt, dass Meyer aufgrund einer Hüftoperation vor zwei Jahren noch immer nicht schmerzfrei schwingen kann.

Vor allem an langen Tagen wie dem Finaltag der Pro Golf Tour Océan würde er seine Problemstelle spüren, verrät er. Nachdem er 2022 einen Titel auf der HotelPlanner Tour gefeiert hatte, spielte er im Folgejahr noch regulär Tour-Golf. 2024 entschied er sich nach anhaltenden Problemen schließlich für einen Eingriff. „Nach meinem Sieg vor ein paar Jahren hat sich einiges getan. Ich habe viel auf der DP World Tour und der HotelPlanner Tour gespielt, musste mich dann aber noch einmal an der Hüfte operieren lassen. Das hat deutlich länger gedauert als erwartet und ich hatte lange mit Schmerzen zu kämpfen. Selbst jetzt merke ich es noch – bei so langen Tagen ist die Belastung schon hoch.“

Pro Golf Tour Océan 2026: Endergebnis
Pro Golf Tour 2026: Order of Merit

Nach einer schwierigen Spielzeit im vergangenen Jahr bestreitet Meyer nun seine erste Saison auf der Pro Golf Tour. Bereits bei der Golf Mad Open in der Türkei zu Beginn dieser Saison spielte er um den Titel mit. „Ich weiß, dass ich auch auf höheren Touren mithalten kann. Trotzdem sehe ich das hier als Chance, Dinge auszuprobieren, gesund zu werden und mich weiterzuentwickeln.“ Bei der Pro Golf Tour Ocean verzichtete er sogar auf eine Proberunde, um Kräfte zu sparen. „Nach mehreren Turniertagen am Stück wollte ich mir einfach etwas Ruhe gönnen. Das hat sich anscheinend ausgezahlt.“

„Sehr angenehme Woche in Marokko“
Insgesamt war Meyer, wie viele andere Spieler auch, sehr begeistert vom Platz im Océan Golf Club und von seinem Aufenthalt in Marokko: „Die Woche war sehr angenehm. Meine Freundin war als Caddie dabei, wodurch ich den Jetlag besser verarbeiten und Energie sparen konnte. Wir waren auch am Strand, das Wetter war durchgehend gut und ich war positiv überrascht von den Restaurants. Insgesamt war es eine anstrengende, aber sehr gute Woche.“

Mit diesem Sieg verbessert sich Velten Meyer auf Rang vier der Order of Merit. An der Spitze des Rankings stehen weiterhin Kristof Ulenaers (Belgien), Dario Antonisse und Koen Kouwenaar (beide Niederlande). Auf dem fünften Platz folgt Alejandro Pedryc (Polen). Nach dem Marokko-Swing geht es für die Spieler schon bald weiter zur The Sedin Open by On the Tee Slovakia 2026 in der Slowakei (27. bis 29. Mai).